
Trumps Zoll-Hammer: Auch Gaming könnte teurer werden!
Der amerikanische Präsident Donald J. Trump schlägt um sich. Seine „Zoll-Politik“ könnte auch Gaming bald um einiges teurer machen. Wie könnte dies aussehen wollen wir in diesem Artikel kurz beleuchten.
Trump ist derzeit in aller Munde. Seit seiner zweiten Amtseinführung vergeht kaum ein Tag, dass er die Welt nicht mit Schlagzeilen versorgt. Sei es die Dekretomanie (=Gesetzänderung per präsidialen Erlass) in Amerika, die Ukraine-Politik oder jetzt die gewaltige Ankündigung von Zollerhebungen für fast alle Länder der Welt … der 47. Hire-and-Fire Präsident der größten Weltwirtschaft krempelt das Business as usual mit allen Mitteln um.
Wir wollen hier nicht eine Debatte darüber führen, wie sinnvoll Zölle überhaupt sind. Die gegenläufige Meinung von Wirtschafts-Experten ist sie seien schädlich für den Welthandel. Genauso viele „Experten“ gibt es auf der anderen Seite, die Zölle für sinnvoll halten. Ich denke hier handeln alle Beteiligten hintervotzig und belügen nicht nur das steuerzahlende Wahlvolk und die Konsumenten, sondern verdrehen die Tatsachen tagtäglich neu.
Zölle haben eine lange historische Grundlage. Sie werden immer wieder als Druckmittel oder Steuerungsmittel bei internationalen Handel bemüht. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Zu behaupten man könnte sie einfach weglassen und alles wird gut, halte ich für eine naive Denke. Soweit ist der Mensch leider noch nicht. In einem Star Trek-Universum und einem weltweiten Handel, der Win-to-Win Situationen für alle erbringen könnte und wo nationale Handelsbeziehungen keine Rolle mehr spielen … ja dann könnte man Zölle getrost vergessen.
Haben wir eine gemeinsame globale Denke? – Nein.
Haben wir einen planetaren Plan zur Zukunft der menschlichen Spezies? – Nein.
Wird sich das in absehbarer Zeit, sagen wir mal den kommenden 10 Jahren, ändern? – Nein.
Somit ist für die nahe Zukunft kein zollfreier Welthandel zu erwarten.
Was bedeuten die Zölle aber für die Gaming-Industrie?
Trump hat mit seiner Zollliste angekündigt für Produkte aus China 34%, aus EU 20% und aus Japan 24% zu erheben. Auf alle Fälle sind die Steigerungen der Zölle beträchtlich. Wie hoch die Zölle für bestimmte Waren und Länder vorher waren ist nicht so leicht zu ermitteln, da nicht alle Produkte mit demselben Zollsatz belegt waren. Möchte man die Veränderungen feststellen, müsste man also alle Zölle vor der Trumpschen Zoll-Revolution festhalten.
Unterhaltungselektronik, und darunter fallen auch Videospielkonsolen werden auf jeden Fall höheren Zollabgaben bei der Einfuhr in die USA unterworfen sein. Deshalb hat Nintendo die Vorbestellungen seiner neuen Nintendo Switch 2 erstmal verschoben. Man müsse zuerst abwarten und die Preise neu bewerten. Die Markteinführung solle aber wie geplant am 05. Juni stattfinden. Sollte es keine Ausnahmeregelungen für bestimmte Produkte oder Länder geben, wird auch die Playstation in den USA teurer werden. Es sei denn Sony verlagert die Produktion der PS5 (oder einer potentiellen PS6) nach Amerika.
Für europäische Gamer könnten die Preise für Sonys Videospielkonsole erstmal unberührt bleiben. Es sei den Sony könnte indirekt die Zollabgaben für nach Amerika exportierte Konsolen und die damit verbundenen gestiegenen Kosten pro Stück kalkulieren und somit auch an europäische Bezieher weitergeben. Dann würde der Preis auch für uns EU-Zocker steigen.
Anders sieht es aber mit den Spielen aus. Als Gegenreaktion hat die EU bereits angekündigt „adäquate Antworten“ auf die Trumpsche Zoll-Politik zu liefern. Vielleicht trifft es erstmal nur Erdnussbutter und Coca-Cola Softdrinks. Weitere Massnahmen könnten aber durchaus eskallieren und somit auch Gaming-Softwareprodukte amerikanischer Hersteller betreffen. Und das wäre durchaus ein nicht zu vernachlässigende Menge an Software.
Die Liste amerikanischer Videospielentwickler und Publisher ist enorm. Unter den Top10 der wichtigsten Unternehmen in der Spieleindustrie (Stand Mai 2022) befinden sich 6 amerikanische Unternehmen. Als kleines Beispiel wäre hier nur mal Take 2 Interactive (Grand Theft Auto, Red Dead Redemption), Electronic Arts (FIFA-Serie, NBA Live, Maden NFL), Activision Blizzard (Call of Duty, Starcraft), Google, Microsoft (Halo, Age of Empires) und Apple zu nennen. Die Spiele dieser Entwickler würden auf alle Fälle teurer werden. Und das obwohl die Spiele in den letzten 3 Jahren ohnehin bereits Preissteigerungen hinter sich haben.
Fazit
Für US-Amerikaner wird Gaming auf alle Fälle teurer werden durch die Trumpsche Agenda Make America Great Again. Natürlich gibt es Schlimmeres als für ein Unterhaltungsartikel 20% mehr ausgeben zu müssen. Es wird aber auf alle Fälle kurz- bis mittelfristig die ohnehin angespannte Situation in der Gaming-Branche verschärfen, da die Absatzzahlen von Spielen und Unterhaltungsware erst mal schrumpfen könnten.
Wie sich die US-amerikanische Zoll-Euphorie auf uns europäische Gamer auswirken wird, ist momentan schwer zu sagen. Sinkende Absatzzahlen könnten durchaus schon von Haus aus zu höheren Preisen führen, da die amerikanischen Entwickler sinkende Umsatzzahlen auffangen müssten. Auch ohne Gegenzölle der EU auf amerikanische Unterhaltungselektronik könnten wir somit mit steigenden Preisen konfrontiert werden.

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