Heavy Rain Origami

Mein Hall of Game Platz 6: Heavy Rain

Kein Spiel hat zu so kontroversen Reaktionen in der Gamer-Community geführt wie Heavy Rain vom erfolgreichsten französischen Videospielentwickler Quantic Dream. Das Rollenspiel ist ein sogenannter RPG (Role playing game) mit interaktiven Filmsequenzen. Das wäre nicht so schlimm, wenn die Art der Steuerung der 4 Charaktere im Spiel die Gemüter nicht so polarisieren würde.

6. HEAVY RAIN™

Heavy Rain Wallpaper

Quantic Dream betrat hier nämlich absolutes Neuland indem die Steuerung nicht wie bei 99 % der Spiele über das Steuerungskreuz ausgeführt wird, sondern über die 4 Aktionsbuttons. Dies ermöglicht im Spiel einerseits alternative Storyabläufe und Endings, jedoch auch beim zu späten oder falschen Drücken von Buttons in Action-Szenen den Tod der Hauptfigur. Solch eine unortodoxe Controller-Steuerung ist selbstverständlich stark gewöhnungsbedürftig. Sieht man aber einmal davon ab, ist das Spiel eines der emotionalsten Videospiele, die ich jemals gespielt habe und deshalb landet es in meiner Hall of Game auf Platz 6.

Doch worum geht es in diesem Titel?

Die Handlung von Heavy Rain ist abhängig von den Entscheidungen des Spielers und dessen Erfolgen in Geschicklichkeitspassagen. Der Ablauf der Handlung wird bis zum Finale jedoch geringfügig beeinflusst, wogegen das Finale und die Zukunft der Figuren von diesen Entscheidungen stärker beeinflusst werden.

Die Grundgeschichte spielt im Jahr 2011 und stellt eine Mordserie an mehreren Jungen in einer nicht näher bezeichneten US-amerikanischen Großstadt dar. Diese Mordserie erfolgt seit zwei Jahren immer im Herbst; die Morde laufen stets nach demselben Schema ab: Die Jungen verschwinden und werden einige Tage später ertränkt auf Brachflächen in der Nähe von Eisenbahnschienen gefunden. Ihre Gesichter sind mit Matsch bedeckt, auf ihrer Brust liegt eine Orchidee und in der Hand wird eine Origami-Figur abgelegt. Aufgrund dieser Tatsache wird der Mörder als Origami-Killer bezeichnet.

Ethan Mars wird in den Fall verwickelt, als sein Sohn Shaun bei einem Spielplatzbesuch verschwindet. Später erhält er einen Brief, der ihn zu einem Schließfach führt. In ihm findet er einen Karton mit fünf Origami-Figuren, einem Handy und einer Waffe. Jede der fünf Origami-Figuren enthält eine Aufgabe, die er bewältigen muss, um die Liebe zu seinem Sohn zu beweisen und diesen dadurch wiederzufinden. Mars flieht vor Reportern, die ihn nach dem Verschwinden seines Sohnes belagern, in ein Motel, wo er Madison Paige trifft. Diese hilft ihm und steht ihm auch nach den Aufgaben zur Seite: So muss Mars in einem Wagen mehrere Kilometer entgegen der Fahrspur auf einem Highway zurückzulegen, in einem alten Kraftwerk durch einen engen Gang kriechen, dessen Boden mit Glasscherben bedeckt ist, durch eine Reihe Kondensatoren klettern, sich ein Fingerglied abschneiden, einen Drogenhändler töten und Gift schlucken, das nach einer Stunde zu wirken beginnt. Nach erfolgreicher Beendigung einer Aufgabe erhält er einen Film für sein Handy, der Shaun in seinem Gefängnis – einem Schacht, in den immer mehr Wasser reinregnet und Shaun somit langsam ertrinkt – zeigt, sowie einen Teil der Adresse dieses Ortes.

Norman Jayden und Scott Shelby untersuchen unabhängig voneinander den Fall. Jayden in Zusammenarbeit mit der lokalen Polizei und Carter Blake, Shelby nach eigenen Angaben im Auftrag der Familien der Opfer. Anfangs beschäftigt sich Shelby vor allem mit der Befragung der Eltern der verstorbenen Kinder, unter anderem auch mit Lauren Winter, die sich ihm eventuell später anschließt.

Jayden und Blake verfolgen zwei falsche Spuren, bevor sie nach einer Aussage von Mars’ Ex-Frau diesen als Verdächtigen betrachten. Nach einem Besuch bei Mars’ Psychologen erhärtet sich dieser Verdacht. Sie spüren ihn in einem alten Wohnhaus auf, wo Mars seine dritte Aufgabe – das Abschneiden eines Fingergliedes – bewältigen muss. Auch Madison Paige kommt hinzu und will Mars zur Flucht verhelfen. Diese gelingt entweder noch vor der Verhaftung, oder nach der Verhaftung während des Verhörs unter Mithilfe von Norman Jayden, der von Mars’ Unschuld überzeugt ist.

Auch Scott Shelby und Lauren Winter führen ihre Ermittlungen fort und treffen dabei unter anderem auf den Industriellensohn Gordi Kramer und seinen Vater Charles, die sich deren Ermittlungen widersetzen, Shelby bestechen wollen und bedrängen. Während eines Besuches bei dem Antiquitätenhändler Manfred wird dieser ebenfalls vom Origami-Killer ermordet.

Weitere Abschnitte des Spiels werden bei erfolgreicher Ermittlungsarbeit seitens Jayden und Paige freigeschaltet: Unter anderem eine Sequenz, in der Jayden auf einem Schrottplatz ermittelt, eine, in der Paige an einen verrückten Chirurgen gerät oder eine Sequenz mit Jayden und Paige in einer Disco. Die spielbaren Charaktere geraten im Laufe der Handlung mehrfach in Situationen, in denen sie sterben können. Ist dies der Fall, ist das Spiel nicht zu Ende, sondern der Spieler kann mit den verbliebenen Figuren das Ziel des Spiels, Shaun Mars zu retten, erreichen. (quelle: wikipedia)

Feuertaube GrünFREEDOOMIZERS
FAZIT

 

Gewöhnt man sich einmal an die mißglückte Steuerung des Spiels, wird man durch die Filmstory dermassen in die Geschichte des Spiels emotional aufgesogen, wie bei kaum einem anderen PS3-Spiel. Nimmt man einmal Abstand von rasanter Action und schraubt seine Spielgeschwindigkeit herunter, wird man in eine immer düster werdende und depressive Atmosphäre hingeführt, die durch die Persönlichkeitsprobleme der einzelnen Hauptcharaktere entstehen. Wenn sich Ethan Mars bei einer Aufgabe selbst den Finger abschneiden muss und dies durch diese „emotionalisierte Controllersteuerung“ geschieht, der kann sich vorstellen wie mies man sich danach fühlt und wozu ein Vater bereit sein kann/muß um seinen letzten verbliebenen Sohn zu retten.

DAS GEFÄLLT / GEFIEL MIR NICHT:

 Fummelige Controller-Steuerung

ZOCK-OO-METER Heavy Rain bockt

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